Beiträge von Nienor

    Hey


    Ratten sollten 8 Wochen lang mit ihren Geschwistern zusammen bleiben, die Damen mit der Mutter, die Jungs nach der Geschlechtertrennung mit ihren Brüdern. In dieser Zeit lernen sie noch unheimlich viel Sozialverhalten voneinander im Spiel, sodass sie in möglichst grossen Gruppen sein sollten.

    Sie fressen aber auch wie Scheunendrescher, weshalb viele sie gern so früh wie möglich los werden wollen.

    Mich stört es wirklich nur, wenn gesunde integrierbare Böcke einem so hohen Risiko ausgesetzt werden, obwohl es nach meinem Kenntnisstand nicht notwendig ist für ein glückliches Rattenleben.

    Nicht nur das. Meine Erfahrung mit "sinnfrei" kastrierten Jungs (hier wird vom Rattenclub einfach alles kastriert, was nicht bei 3 auf dem Baum ist, weil die Jungs die achso beliebte Blitzintegration nicht so friedlich mitmachen würden) ist, dass sie häufig Mobbingopfer werden. Die hätten das Testosteron für ihr Selbstbewusstsein gebraucht.

    dass die Kastraten ja auch gern noch die rattigen Weibchen besteigen

    Das machen sie in der Anfangszeit und bei neuen Damen, später haben sie daran weniger Interesse.

    Da die Damen sich auch untereinander berammeln, wenn eine rattig ist, brauchts dafür aber keinen Herren.

    Ich finde die Vorstellung andersrum gruseliger: Ein Bock unbemerkt in einem Damenrudel =O


    Aber um alle Sitzkissen-Scheuen mal zu beruhigen: Nur die Kleinsten haben riesige Klöten. Das verwächst sich im Alter etwas 8)

    Hier hat es zwei schwarze Vollböcke im Video (und ihre kastrierten Brüder 1x schwarz, 1x schwarzweiss - alle um die 1.5 Jahre zu dem Zeitpunkt) - und dazu noch einen alten Siam-Kastraten, der auch noch gern die Intelligenzspielzeuge ausräumt, obwohl die Beinchen schon schwach werden ...


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    BTW: Ich habe lieber Hormonböcke als nochmal so eine Terrorzicke wie meine Hope. Die war bei Integrationen schlimmer als so mancher Hormonbock. Die brauchte jeweils Sekundentreffen, damit sie mir neue Ratten nicht zerlegt hat. Und auch im Rudel war sie immer ein Unruhestifter und hat Schwächere gemobbt. Bei Jungs hat man mit der Kastration bei einigen wenigstens eine Chance, da noch was dran zu ändern ..

    Hey


    Ich hatte damals mit Damen angefangen und recht bald meine ersten Kastraten aus dem Tierheim dazu geholt.

    Später habe ich dann ganz auf Jungs umgestellt - und zwar auf ganze Kerle. Vor allem, weil die schlechter vermittelt werden konnten und daher länger auf ein neues Zuhause gewartet haben.

    Zwischendurch hatte ich dann noch 4 Damen aus schlechter Haltung zur Weitervermittlung übernommen und war dann ganz froh, dass meine Bande nur aus Kerlen bestand. Die Damen waren einfach viel verrückter. Die sind einfach mal sinnfrei gegen das Fenster gesprungen und so komische Sachen. Da waren meine Jungs viel überlegter in ihrem Handeln. Auch haben Weibchen häufig bis ins hohe Alter keine Zeit zum kuscheln, wohingegen die Jungs es oft schon in jungen Jahren geniessen - aber nicht alle.

    Und das Jungs faul sind, kann ich nicht bestätigen. Wenn sie von klein auf gefördert werden, sind sie bis ins hohe Alter sehr agil, neugierig und natürlich auch für Intelligenzspielzeuge zu begeistern (erst wenn die körperliche Kraft nachlässt, hört auch das auf). Man darf sie halt nicht als faul abstempeln, fett werden und vor sich hin faulenzen lassen, sondern immer wieder neue Impulse geben, dass ihre Neugierde und Bewegungsfreude behalten.

    Hey


    Grundsätzlich ist es nicht besorgniserregend, wenn sie irgendwo frei rum liegen und schlafen. Dann fühlen sie sich einfach sicher.


    Was aber bedenklich ist, wenn sie häufig sich so hinlegen, dass der Kopf irgendwo runterhängt. Das kann auf Atemprobleme z.B. aufgrund einer Herzerkrankung hindeuten. Auf dem Bild wirkt er auch etwas struppig und die halb offenen Augen könnten ebenfalls auf ein gesundheitliches Problem hindeuten.

    Hey


    Bei sehr gierigen Rudeln hatte ich Wachteleier besorgt. Da konnte jeder eins bekommen und selber knacken.

    Hat den Streit massiv reduziert ;-)

    Ich komme aus einem Dorf in der Nähe von Chur, also Kanton Graubünden. In dem fall kommst du auch aus der Schweiz. Darf ich auch fragen woher?

    Wir sind aus dem Thurgau ... da ist es einfacher, auch nach Züri zu kommen. Das Pfötli und der Zürcher Tierschutz haben ja auch immer wieder mal Ratten. Aber von Chur aus ist das schon recht weit.

    Wobei, um eine vorherige Frage zu beantworten: Ratten können in einer gut ausgestatteten, grösseren Transportbox schon auch einige Stunden transportiert werden. Wichtig sind Futter, wässriges Gemüse und ein Kuschelhaus o.ä. zum verstecken (Holzhäuser sind gefährlich bei Bremsmanövern). Nicht ständig, aber einmalig für die Reise ins neue Zuhause ist das kein Problem.

    Das nächste, was mir gerade einfällt, wäre Dornbirn in Österreich.

    Die haben gemäss Webseite aktuell sogar Ratten: https://www.vlbg-tierschutzhei…tlungstiere/jacky-nikita/

    Allerdings nur zwei, was euch vor ein weiteres Problem stellt: Woher weitere Ratten, damit es ein artgerechtes Rudel wird?

    was in der Schweiz gar nicht so einfach

    kenn ich ;) Zuletzt hatte ich daher immer Ratten aus dem Süden Deutschlands adoptiert. Nicht zuletzt auch deswegen, weil die Rattencluber eine spezielle Sichtweise auf Tierschutz und Vermittlung haben.


    Von wo bist du denn?

    er ist aber generell eher unruhig, hektisch und manchmal habe ich das gefühl eher ängstlich oder schreckhaft.

    Hinzu kommt, dass er auch mich beißt. Sobald meine Hand kurz am oder im Häfig war hat er zugeknappt. Ich habe dann versucht mit ihm zu arbeiten, was auch erst erfolgreich war, da er freiwillig auf mein Bein und die Schulter kletterte. Gestern allerdings wieder ein Biss.

    Mein Calimero war ähnlich. Im Grunde komplett überfordert mit der Welt - wegen den Hormonen.

    Als er dann kastriert war, weil er seine Brüder blutig biss, wurde er ruhiger, war weniger ängstlich und gebissen hat er auch nicht mehr.

    Bei einem Dauerauslauf verliere der Auslauf schnell an Reiz, da er ja immer zur verfügung steht. Zudem wäre er auch deshalb nicht mehr so Interessant, da die Ratten (so wie du gesagt hast) häufig alleine im, Alauf sind nach ihrem Rythmus eben.

    Dem kann man entgegen wirken, indem man immer grob zur gleichen Zeit Futter versteckt, andere Aktivitäten anbietet etc.

    Dann nutzen sie den Auslauf zwischendurch zum Pfoten vertreten und haben ihre Hauptaktivität immernoch gemeinsam, wenn es auch Futtersuche und Erkundung geht.

    Das kann man leider nicht pauschal sagen.

    Es gibt Ratten, die schon vor der 8. Woche anfangen, Revierverhalten zu entwickeln und dann eine richtige Integration brauchen. Andere sind Spätentwickler. Meine vier Brüder damals waren erst mit 12 Wochen reif genug für eine Integration - vorher konnte man keinen Funken Revierverhalten entdecken, nur Spiel, Spiel, Spiel ..


    Von daher bleibt dir nur: auf neutralem Gebiet zusammen setzen, beobachten und entscheiden, ob mehrere Treffen nötig sind oder sie "von Tuten und Blasen" noch keine Ahnung haben und sich eben noch wie Babies verhalten.

    Hey


    Es kann verschiedene Gründe geben, die das Wachstum beeinflussen.

    Zum einen natürlich die Genetik, aber wenn beide Eltern recht gross sind, ist das nicht ganz so wahrscheinlich.

    Einen weiteren, grossen Einfluss hat die Umwelt. Bei grossen Würfen kommt es häufig vor, dass nicht genug Nährstoffe da sind. Aber wenn der Wurf klein war, kann man das wohl auch ausschliessen. Nicht genug Nährstoffe bekommen Ratten auch, wenn sie von Parasiten befallen sind. Giardien sind da der Klassiker. Zum Teil ist ein gehemmtes Wachstum das Einzige, was auffällt.

    Was natürlich auch sein kann, ist irgendein Organdefekt, auch da bleiben Tiere im Wachstum häufig zurück.

    Falls es dich tröstet: Die Ratte war zum Zeitpunkt des Köpfens bereits tot (sofern du sie nicht nach dem Fund dort platziert hast).

    Denn sonst wäre dort viel viel mehr Blut - die Hauptblutgefässe verlaufen dort. Das gäbe eine riesen Sauerei, wenn das Herz noch geschlagen und Blut gepumpt hätte. Aus dem Fell hätte das ein Tier vielleicht noch rausschlecken können, aber nicht von dem Untergrund.