Beiträge von Pimpinella

    Der Stand der Dinge ist, dass wir einen Mykoplasmose-Schub haben. Unter diesen Umständen gebe ich die Jungs nicht ab, sondern sorge selbst so gut ich kann für die Therapie und alles. Ich denke, das ist das Richtige.

    Ich habe Kontakt zu einer Rattenhilfe aufgenommen, die aber nur kastrierte Böckchen vermittelt. Um dort Hilfe zu bekommen, muss ich die Jungs kastrieren lassen. Das wäre so meine vorletzte Lösung, ich weiß nicht.

    Fritz ist inzwischen verstorben und ich habe bisher noch kein neues Zuhause für die drei Jungs gefunden. Leider kenne ich mich nicht mit den entsprechenden Gruppen in den verschiedenen sozialen Netzwerken aus. Ist vielleicht jemand bereit, mir zu helfen und ggf. die Info zu streuen, dass meine drei Jungs suchen?


    Liebe Grüße,

    Pimpinella

    FYI: Berlin sind die Tierheime nicht überfüllt. Als ich in Berlin meine Ratten geholt habe musste ich ganz schön suchen, bis ich welche gefunden hatte. Siehe z.B. https://rattenhausen.de/wordpress/notfallvermittlung/. Dort sind aktuell zwei Ratten zu vergeben. Für ganz Berlin.

    Ich komme auch mehr oder weniger aus dem Raum Berlin und möchte der Vollständigkeit halber beitragen, dass meine Erfahrung ist, dass man sich bei Rattenhausen persönlich melden muss. Die Ratten, die zu vergeben sind, werden nur selten online gestellt. Nichtsdestotrotz wächst die Kategorie "glücklich vergeben" stetig. Dass in den Tierheimen hier kaum Ratten sind, diese Erfahrung teile ich aber. Was wiederum an der umfangreichen Arbeit von Rattenhausen liegt. Wobei es in Berlin auch noch andere kleine Pflegestellen gibt oder gab, soweit ich weiß.

    Liebes Forum,


    Tonka, Hugo und Mr. Brown sind im September letzten Jahres im Tierheim geboren und seit Januar bei mir. Seit dem haben sie einiges an Vertrauen gewonnen. Noch leben sie mit Opa Fritz zusammen, der aber zur Zeit sehr abbaut. Die Aussicht, bald wieder integrieren zu müssen einerseits und die Einsicht andererseits, dass ich momentan den drei Chaoten nicht den Input bieten kann, den sie verdient haben, hat mich zum Entschluss geführt, dass es wohl das Beste ist, wenn ich die Rattenhaltung aufgebe.

    Alle drei sind wildfarben, aber sowohl charakterlich als auch an äußeren Merkmalen zu unterscheiden: Tonka hat als einziger normal große Augen, die anderen beiden haben einen unproblematischen Mikrophtalmus und Huga hat als einziger im hellen Bauchfell noch ein ‚Lätzchen‘ (außerdem ist er größer als Mr. Brown).

    Ich würde mich freuen, auf diesem Wege ein neues zu Hause für die drei zu finden. Für Nachfragen stehe ich natürlich gerne zur Verfügung. Käfig (Maximus) und Zubehör gebe ich gerne mit ab.

    Die Rattis würde ich gerne ins neue zu Hause bringen, auch über die nähere Umgebung hinaus. (Mit dem Käfig geht das allerdings nicht.)

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    Ich benutze so "Gardinenhaken mit Klemmen" um Hängematten aufzuhängen (z.B. IKEA: RIKTIG), das reißt auch nicht aus oder ab.

    (Es gibt allerdings Rattis, die aus mir unbekannten Gründen Hängematten an den Ecken abnagen, aber da hilft vermutlich auch kein anderes Aufhängesystem.)

    Hallo Sabine,


    daran habe ich schon gedacht, aber ich habe bisher keine Erfahrung mit Bene Bac. Ich habe Bene-Bac Plus Gel in der Notapotheke, aber frage mich, ob das überhaupt das richtige ist. Ich hab das angeschafft, bevor die ersten Ratten hier eingezogen sind und sehe gerade, dass es schon ein gutes halbes Jahr abgelaufen ist. Da klemme ich mich mal noch hinter. Danke dir!


    Edit: Sehe gerade, dass im Gel wohl immer Zucker drin sind? Ich habe einen Diabetiker hier, da werd ich wohl gründlicher suchen müssen.

    Jetzt gibt es ein Update:

    Zuerst habe ich versucht, das AB per Spritze ins Mäulchen zu geben. Das hat nicht funktioniert, weil die Jungs nicht zum Schlucken zu bewegen waren. Da sie wiederholt hinterher ein feuchtes Kinn hatten, bin ich davon ausgegangen, dass nicht genug AB angekommen ist.

    Ich glaube, meine TÄ hat mir nicht so ganz geglaubt, dass die Jungs gar nichts so sehr lieben, dass sie es nicht auch mit Medizin essen würden. Sie hat mir dann geraten, es nicht mit Brei zu probieren - den die Jungs vermutlich noch nicht genug kennen - sondern mit Futter, das sie essen und sie einzeln in TraBos zu setzen. Soweit so gut. Problem: Die Jungs haben das präparierte Futter nicht genommen. Keine Haferecken, keine Banane, keinen Thunfisch, usw. Den Zustand fand ich dann auch nicht tragbar und habe die zweite Runde abgebrochen.

    Mit der TÄ habe ich besprochen, dass wir im Labor zoonotische Bakterien ausschließen lassen und ich dann ohne Behandlung mit der Integration starte. Heute habe ich erfahren, dass Leptosphiren ausgeschlossen wurden, die wären halt laut TÄ in Frage gekommen. Mittelfristig soll ich jetzt die Jungs auf eine Leckerei konditionieren und die Behandlung wird dann später noch mal gestartet.

    Soweit, so zeitraubend. Aber immerhin hat der Leerlauf jetzt ein Ende.

    Bei der Integration werden die anderen sich anstecken, aber unterm Strich ist länger warten auch nicht zielführender. Hygiene ist natürlich weiterhin angesagt, aber halt in normalem Maße.

    Ich habe keinen Kaskadendom, aber mein Maximus ist ja auch aus Metall. So lange der Käfig leer im Wohnzimmer stand, hat er erheblich die Akustik verändert, ich hatte hier plötzlich Hall. Bestückt mit Teppichen und sonstiger Ausstattung ist das nicht mehr so.

    Das Laufen der Ratten auf den Etagen hört man nicht. Die unterste Wanne hat bei mir manchmal gescheppert, aber ich habe kleine Filzstücke zwischen Wanne und die Auflageschiene gelegt, dadurch ist das auch weg. Ich weiß nicht, wie das beim Kaskadendom ist, ob es da bewegliche Teile gibt.

    Ansonsten gibt es natürlich schon Geräusche, aber unabhängig vom Käfigmaterial.

    Hey,


    jetzt habe ich Lust, auch noch meinen Senf dazu zu geben:

    Ich habe mit Kastraten angefangen und habe jetzt hauptsächlich Vollböcke. An den Geruch habe ich mich gewöhnt. In der allerersten Woche fand ich ihn ziemlich stark und irgendwie hat plötzlich alles nach Ratte gerochen (ging meiner Tochter auch so), aber das hat schnell nachgelassen. Und ich weiß nicht, ob da das Geschlecht einen Unterschied macht.
    Der Anblick der Hoden hat mich anfangs auch irritiert, aber inzwischen macht mir das auch nichts mehr.

    Die ersten Ratten waren Kastraten, weil die halt gerade gesucht haben. Als ich dann Verstärkung gesucht habe, stand ich ja wieder vor der Entscheidung Böcke oder Weibchen und da hat dann noch eine Sache für mich eine Rolle gespielt, die vielleicht etwas ungewöhnlich ist: Die ersten Krankheiten der Jungs, die ich hier miterlebt habe, haben mich ziemlich mitgenommen, das war gleich ne Störung im Zentralnervensystem. Ich habe mich gefragt, was Mammatumore mit mir machen würden und, ob die mich anders ankratzen würden als sonstige Sachen. Wegen Identifikation und so, keine Ahnung. Darum wollte ich dann nicht unbedingt Weibchen. :/

    Hallo,


    ich habe auch eine Ratte mit Diabetes. Diese Seite hat mir gut geholfen: https://www.info.notrattenhilf…ndex.php/diabetesmellitus

    Die Futterumstellung hat meiner Nase hier gut getan. Ich habe vorher schon selber gemischt, darum war die Umstellung für mich nicht so groß. Nur Gerste und Sojaschrot habe ich nur online gefunden, aber dann halt direkt ne größere Ladung bestellt. Der erste Schritt ist, süßes Gemüse und Obst weg zu lassen. :!:

    Für Ratten ohne Diabetes ist das Diabetekerfutter, soweit ich weiß, nicht von Nachteil.

    Kurzes hallo: Bei mir werden auch alle Ebenen der mehrstöckigen Hängematten genutzt! Und dann gibt es so Spezialisten, die machen Löcher in die doppellagigen Matten und sorgen quasi noch für zusätzliche Etagen, indem sie da rein krabbeln. :rolleyes:

    Der Zwischenstand ist, dass ich noch immer Probleme beim Verabreichen der Medizin habe. Meine TÄ hat jetzt geraten, ungesundere Sachen zu probieren, aber der Punkt ist einfach, dass die Jungs gar nichts annehmen, wenn ich es ihnen vor die Nase halte. Und selbst wenn ich Brei in den Käfig stelle, ist der nicht schnell komplett weg, bisschen naschen und das wars. Meine Verzweiflung geht in die nächste Runde, weil ich befürchte, dass sie beim Eingeben mit der Spritze, wie ich es jetzt gemacht habe, nicht alles ordentlich geschluckt haben. Nebenbei bin ich arg erkältet und mir ist das echt viel gerade.

    Körner und Gemüse essen sie ohne Probleme.

    Hallo Franziska ,

    vielen Dank für deine Antwort. Der Kot war nicht im Labor, meine TÄ hat den selber untersucht.


    Aber wie soll ich jetzt weiter vorgehen?

    Eine Nachuntersuchung lieber ins Labor schicken?

    Und woher weiß ich überhaupt, dass die Bakterien ausschließlich im Darm/Kot sind? Kann oder muss ich noch ausschließen, dass auch das Urogenitalsystem betroffen ist usw.?


    Gruß,

    Pimpinella

    Danke, oldpunkgirl ! <3

    Die Jungs sind leider nicht verfressen genug, um mir Babybrei und Co. auf Bestellung direkt vom Löffel abzunehmen, irgendwie fressen sie nur, wenn sie Bock haben. Die erste Portion habe ich ihnen heute direkt ins Mäulchen gegeben.

    Ich gucke jetzt, dass ich mich von der Zuversicht der TÄ anstecken lasse - demnach sind die Bakterien in einer Woche weg, sie sieht da nicht mal Kontrollbedarf.


    Ich habe gelesen, dass es bei Kaninchen Spirochätose als Geschlechtskrankheit gibt (Kaninchensyphilis) und dann ist es wohl eindeutig nicht auf Menschen übertragbar. Wenn sie im Darm sind, ist das sicher wieder was anderes, aber Punktum: Die Kirche im Dorf lassen.

    Also:

    Der Befund lautet Spirochätose. Die TÄ hat mich beruhigt, was die Ansteckung über zerkratzte Hände angeht.

    Was ich dazu recherchieren kann, macht mich nicht wirklich schlauer. So, wie ich es jetzt verstanden habe, gibt es durchaus Arten, die auch für den Menschen gefährlich sind und das auch bei Hautläsion, aber möglicherweise gab es eine Umstrukturierung der Ordnung, und diese zählen jetzt gar nicht mehr zu den Spirochäten? Keine Ahnung. Ich hab das Gefühl, ich brauche ein entsprechendes Studium um da durchzublicken.
    Im Ganzen scheint es kein unüblicher Befund zu sein, die TÄ meint, mit dem verschriebenen Antibiotikum ist das Ganze sehr gut in den Griff zu kriegen. (AB: Eradia)

    :schulter: