Rattenbaby vor Katze gerettet....und nun...?

  • Hallo đŸ€—


    seit etwas mehr als 3 Wochen hab ich Finny von der Nachbarskatze gerettet.Habe sie ca.2 Wochen mit Katzenersatzmilch gefĂŒttert aber nach einiger Zeit zeigte sie mir deutlich dass damit genug war...😳 Babybrei oder so mag sie nicht...habe ihr dann Gurken Apfel ecc angeboten...dann Körnermischung und MehlwĂŒrmer, Gewicht immer kontrolliert und bis heute hat sie nicht abgenommen.von 12gr auf 47gr.Sie ist sehr anhĂ€nglich und benutzt mich als Kletterbaum 😅

    Meine Überlegung ist ob und wann ich sie auswildern kann oder soll...viele sagen Wildtiere gehören nicht in einen KĂ€fig eingesperrt...und man kann sie auch nicht mit Farbratten vergesellschaften.Ich habe keine Ahnung davon...war bis vor kurzem immer nur Katzenbesitzerin (leider beide kĂŒrzlich verstorben).

    Ich bin aus SĂŒdtirol und finde hier leider auch niemanden der sich so wirklich damit auskennt.

    Mein Mann ist leider nicht so ganz begeistert Finny zu behalten bzw.noch weitere Ratten ins Haus zu nehmen. Ich möchte fĂŒr die Kleine das richtige tun und ihr nicht schaden sie ist mir bereits ans Herz gewachsen.

    Anfangs dachte ich Finny wĂ€re eine Maus und habe diesen KĂ€fig besorgt(im Anhang)... jetzt ist der natĂŒrlich nicht artgerechte...:( dafĂŒr darf Finny mehrmals tĂ€glich eine Spritz/Klettertour im Gang machen.

    Bitte sagt mir ob das mit dem Auswildern klappen könnte oder nicht.

    Vielen Dank Vorab...anbei noch ein paar Fotos.

    LG

  • Huhu!


    Was fĂŒr ein Schnuckelchen đŸ„°


    Also, Wildratten können mit Farbratten vergesellschaftet werden. Ich selber habe letztes Jahr eine Wildratten Oma aufgenommen, die mit Farbratten zusammengelebt hat, weil sie leider viel zu menschenverliebt war.

    GrundsĂ€tzlich stimme ich absolut zu, dass Wildtiere nicht in KĂ€fige gehören - außer, sie können in der freien Wildbahn nicht ĂŒberleben.

    Bei deiner Kleinen hĂ€tte ich die BefĂŒrchtung, dass sie sich vielleicht schon zu sehr an Menschen gewöhnt hat (aber das sage ich als absoluter Laie, also..) um ausgewildert zu werden.


    Dein Problem ist jetzt, dass die Kleine eigentlich dringend Gesellschaft zu gleichaltrigen Ratten braucht, um ĂŒber Spiel und Rangeleien Solzialverhalten zu erlernen.

    Es ist zwar ein paar Stunden entfernt, aber ich wĂŒrde an eurer Stelle mal die Rattenhilfe SĂŒd fragen, ob die euch vielleicht weiterhelfen könnten oder euch was empfehlen können.


    Ich drĂŒcke euch die DĂ€umchen!

  • Hi,

    ach, ist deine Finny sĂŒĂŸ:love:! Einfach klasse von Dir, dass Du sie gerettet hast.

    Zu deiner Frage: Auswildern solltest Du sie nicht mehr. Aller Wahrscheinlichkeit nach wĂŒrde das ihren Tod bedeuten. Sie hat kein Rudel und nichts von dem gelernt, was ein Wildtier können muss, um zu ĂŒberleben. Dass sie ein neues Rudel findet, ist eher unwahrscheinlich. Wildratten nehmen selten neue Mitglieder auf, schon gar nicht, wenn sie nach Menschen riechen.

    Wenn Du sie also wirklich nicht behalten kannst, wĂ€re es gut, sie in ein Rudel zu vermitteln. Da sie Dir jedoch so ans Herz gewachsen ist - was völlig verstĂ€ndlich ist -, versuche doch, deinen Mann zu ĂŒberzeugen, sie zu behalten. Zeige ihm mal Videos von "Shadow the Rat", z.B. diese hier: Pickle the Rat's Best Tricks! - YouTube, damit er sieht, wie intelligent diese Tierlein sind. Vielleicht weckt das ja sein Interesse.

    Liebe GrĂŒĂŸe,

    Charlesy

  • Huhu!


    Was fĂŒr ein Schnuckelchen đŸ„°

    Hallo Zwetschgenmus đŸ€—

    vielen Dank fĂŒr die Antwort.


    Das befĂŒrchte ich eben auch...😏 aber sie war von Anfang an ziemlich zutraulich und ließ sich von mir hoch nehmen bzw kletterte auf meine Hand...das macht sie aber nur bei mir.😅


    Das mit der Vergesellschaftung wĂŒrde ich eventuell in Betracht ziehen aber nur mit noch einer Ratte....hier gehen aber angeblich die Meinungen auseinander...ob sich Farbratte und Wildratte vertragen đŸ€·đŸŒâ€â™€ïž


    Ach mir ist noch war eingefallen ist das Gewicht heute 49gr mit dem alter von ca 4/5Wochen ok?


    Danke fĂŒr den Tipp mit der Rattenhilfe SĂŒd â˜ș

    Wenn ich nimmer weiter weiß meld ich mich da hoffe immer noch im Lande einen Ansprechpartner zu finden.

    đŸ€—

    LG

  • Meine erste Ratte war ja auch eine Wilde, Knopf hat sich gut mit den Farbratten, die ich dazu geholt habe, verstanden.


    Zwei Ratten sind mindestens eine zu wenig, in Paarhaltung werden sie nicht glĂŒcklich. Es sind Rudeltiere und ein Rudel fĂ€ngt bei drei Tieren an - je mehr, desto besser.

  • Hi,

    ach, ist deine Finny sĂŒĂŸ:love:!

    Hallo Charlesy,

    💗Danke!

    Genau, ich befĂŒrchte eben, dass sie es im Freien nicht schafft und das wĂ€re mehr als traurig.

    Mein Mann wenn ich nicht hinsehe spricht mit ihr wenn sie im KĂ€fig ist đŸ€Ł er hat glaube ich den alten Irrglauben im HinterstĂŒbl dass Ratten eklige Tiere sind...was ja sooo gar nicht stimmt đŸ„°

    Auf meinen ersten Hilferuf auf einer FB Gruppe hier im Lande bekam ich Antworten wie:setz das Tier wieder in den Garten die Katze hat auch hunger...😓sehr hilfreich 🙈deshalb trau ich mich gar nicht mehr was zu fragen.

    Aber meinst du ich kann Finny alleine halten oder soll mir noch eine Farbratte dazu holen...(wĂ€re dann das nĂ€chste Problem 🙈)


    Danke fĂŒr deine Antwort

    LG

  • Huhu,


    Ich weiß, drĂ€ngeln ist doof. Aber bitte warte nicht zu lange, fĂŒr die Kleine zĂ€hlt wirklich jede Woche.


    Ratten mĂŒssen unbedingt in Rudeln von mindestens 3 Tieren gehalten werden und entwickeln alleine Verhaltensstörungen :(


    Du kannst die Rattenhilfe SĂŒd einfach schon einmal anschreiben, du bist dann ja zu nichts gezwungen. Sicher haben die zumindest Rat fĂŒr dich, vielleicht können die dir auch Tipps fĂŒr Stellen in deiner NĂ€he geben, wer weiß.


    Liebe GrĂŒĂŸe,

    Ich weiß, die Kleine ist superniedlich, aber sie braucht wirklich dringend Gesellschaft,

    Annika

  • Hi,

    ja, dieser Irrglaube sitzt wirklich fest. Könnte vielleicht daran liegen, dass Ratten oft in Krimis und Horrorfilmen eingesetzt werden, um besonders gruselige oder gefĂ€hrliche Stimmungen zu verstĂ€rken. Schaut man genauer hin, sieht man sehr schnell, dass es sich um sĂŒĂŸe Farbratten handelt, die einfach irritiert, verwirrt und auch Ă€ngstlich durcheinander rennen, weil sie nicht wissen wie ihnen geschieht.

    In der RealitĂ€t sind Wildratten, wenn man den Blickwinkel nur ein wenig verĂ€ndert, richtige NĂŒtzlinge: Sie beseitigen z.B. AbfĂ€lle. Wie das TH MĂŒnchen so schön schreibt, sind sie die MĂŒllabfuhr der Natur. Ohne sie wĂŒrden Fliegen und deren Maden das ĂŒbernehmen. Meist tun die Ratten das sehr unauffĂ€llig, ist ein Gebiet jedoch stark verdreckt, nimmt ihre Zahl zu und man kann sie auch sehen. In diesem Fall sind sie also die Warner vor unhygienischen VerhĂ€ltnissen und versuchen diese zu beseitigen. Eklig sind somit nicht die Ratten - da ist vielmehr das Gegenteil der Fall, sie sind sehr sĂ€uberliche Tierlein -, sondern die Leute, die ihren Dreck einfach irgendwo hinwerfen. Vielleicht helfen Dir diese Argumente bei deinem Mann;).

    Wenn Du Finny behalten möchtest, solltest Du wirklich sehr schnell mindestens zwei weitere Tierlein holen - drei oder vier wĂ€ren besser, damit sie ein richtiges Rudel bilden können. Aber vorher sicher sein, dass Finny wirklich ein weibliches Tierlein ist^^, damit Du nicht in ein paar Wochen eine Überraschung erlebst.

    Bin gespannt, wie Du Dich entscheidest.

    Liebe GrĂŒĂŸe,

    Charlesy

  • In diesem Alter kann man auch noch einfach ein paar neue, ebenso junge dazusetzen muß nicht ewig Integration machen! Ich wĂŒrde mir schnell noch drei Babies holen und dann hast du ein sĂŒĂŸes kleines Rudel.

  • In diesem Alter kann man auch noch einfach ein paar neue, ebenso junge dazusetzen muß nicht ewig Integration machen! Ich wĂŒrde mir schnell noch drei Babies holen und dann hast du ein sĂŒĂŸes kleines Rudel.

    Ganz so einfach ist das dann doch nicht, wenn man nicht nur das Integrationsalter anschaut.

    Finny ist eine Ratte von draussen und muss dringend vor der Integration auf innere Parasiten untersucht werden. Im Idealfall ist sie durchbehandelt und sauber, bevor man neue Tiere dazu setzt, sonst stecken sich die neuen direkt an. WĂŒrde man gleichalte Weibchen dazu setzen - die man aus keiner seriösen Quelle in dem Alter bekommt - ist das nicht ganz ungefĂ€hrlich fĂŒr die anderen Babies. Viel zu jung fĂŒr die Trennung (Weibchen sollten bis Ende 8. Lebenswoche zusammen bei der Mutter bleiben), gerade mal richtig futterfest, wenig Reserven und so ganz fit ist das Immunsystem bei all dem Stress auch nicht, zumal die Antikörper aus der Muttermilch auch langsam nachlassen.


    Im Idealfall wird von Finny ab heute eine Kotprobe gesammelt, die dann grĂŒndlichst untersucht wird (WĂŒrmer, Giardien und Co.). Gleichzeitig wird sie einem Tierarzt vorgestellt, der beurteilt, ob sie schon vor dem Ergebnis der Kotprobe behandelt werden kann bzw. sollte (schliesslich haben Tiere von draussen zu 99% irgendwelche Endoparasiten).

    Und dann schaut man, dass man spĂ€ter (anbehandelt sollte Finny zum Schutz der neuen schon sein, damit sie nicht mehr extrem viele Parasiten ausscheidet) frisch abgabebereite Jungtiere findet, die man dann per Babyintegration dazu setzen kann. Am besten nicht aus kleinen WĂŒrfen, denn die entwickeln sich schonmal schneller und sind dann womöglich schon zu reif fĂŒr eine Babyintegration.

  • Euch allen herzlichen Dank fĂŒr eure Informationen.

    Rattennothilfe SĂŒd konnte mir leider nicht viel weiterhelfen, sie meinten, dass sie sich nicht sicher sind ob es ĂŒberhaupt eine Ratte ist es könnte auch eine Maus sein.Wenn es eine Ratte ist keine Wanderratte đŸ€·đŸŒâ€â™€ïž sonder sonst irgend eine Gattung. Sie haben mich an Wildtiere NotfĂ€lle verwiesen.

    Momentan bin ich etwas verwirrt und irritiert und ehrlich gesagt auch etwas gestresst.

    Werde mein Bestes fĂŒr Finny versuchen und vielleicht finde ich doch noch einen Verein bei mir im Lande der mir helfen kann.

    Dankeschön und wĂŒnsche noch einen schönen Abend!!!đŸ€—

  • Hi,

    ich habe gleich mal nachgeschaut: Es könnte tatsÀchlich ein Hausrattenbaby sein. Dann wÀre deine Rettungsaktion noch wertvoller, denn Hausratten sind vom Aussterben bedroht, stehen auf der roten Liste.

    Laß' Dich nicht stressen, sondern freu' Dich, so ein seltenes Tierlein bei Dir zu haben. Ansonsten gilt dasselbe: sie braucht Gesellschaft.

    Liebe GrĂŒĂŸe,

    Charley

  • Huhu,


    Ich kann verstehen, dass du jetzt irritiert bist. Aber dass das wohl eine Hausratte ist, ist eine wichtige Info!

    Von einer Hausratte im Farbrattenrudel habe ich noch nicht gehört, ich weiß nicht ob das klappen könnte.


    Bitte halte uns auf dem Laufenden. Ich hoffe, du findest noch heraus, was du mit der Kleinen machen kannst :)


    Liebe GrĂŒĂŸe

  • Hallo,

    sieht fĂŒr mich ziemlich nach Finny aus.

    Habe jetzt mal dem Tierschutzverein bei uns geschrieben.MĂŒssen sich aber erst informieren.Hoff sie melden sich 🍀

    Wildtieraufgangstation hab ich bei uns keine gefunden bzw.nur fĂŒr Vögel und FĂŒchse/Rehe..😓

    Melde mich wenn ich News habe.


    LG Uli